Warum so viele Eltern an ihre Grenzen kommen
„Ich habe doch schon alles probiert …“
Wenn du diesen Satz schon einmal gedacht hast, bist du nicht allein.
Viele Eltern, die mich kontaktieren, haben sich bereits intensiv mit Homöopathie, Darmsanierung, Schüßler-Salzen, Meditation oder Hypnose beschäftigt – liebevoll, informiert, voller Engagement. Und doch: Ihr Kind bleibt unruhig, überreizt, müde oder ängstlich.
Als Heilpraktikerin mit über 20 Jahren Erfahrung in der Begleitung von sensiblen Kindern habe ich genau das immer wieder erlebt – auch bei mir selbst. Und ich musste lernen: So kraftvoll Naturheilkunde auch ist, manchmal reicht sie allein nicht aus.
Der Grund? Eine tieferliegende, oft übersehene Stoffwechselbesonderheit: HPU bei Kindern (Hämopyrrollaktamurie)
Was ist HPU – und warum betrifft es so viele Kinder?
HPU ist eine Stoffwechselstörung, bei der bestimmte Mikronährstoffe – insbesondere Vitamin B6, Zink und Mangan – nicht im Körper gehalten werden können, sondern über den Urin verloren gehen.
Diese drei Stoffe sind wesentlich für:
-
die Reizverarbeitung im Nervensystem
-
die emotionale Selbstregulation
-
die Konzentration
-
die hormonelle Balance
-
und die Entgiftungsfähigkeit
Gerade bei Kindern mit ADHS-Diagnosen, Hochsensibilität, chronischen Infekten, Schlafproblemen oder Schulangst ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein bisher unerkanntes biochemisches Ungleichgewicht vorliegt – und dass HPU mit im Spiel ist.
Warum klassische Naturheilkunde bei HPU an ihre Grenzen kommt
Ich liebe die Homöopathie – sie war mein Einstieg in die Naturheilkunde und begleitet mich bis heute.
Doch mit der Zeit wurde mir klar: Manche Kinder kamen immer wieder zurück. Trotz bester Begleitung und intensiver Behandlung traten ihre Symptome in Zyklen immer wieder auf.
Es fühlte sich an, als würde etwas „durchrutschen“, was sich durch Regulation alleine nicht beheben ließ.
Und genau das passiert bei HPU. Denn die Speicher sind leer. Und bleiben leer – wenn wir sie nicht gezielt auffüllen.
-
Kein homöopathisches Mittel ersetzt einen stabilen B6-Spiegel.
-
Keine Schüßler-Kombination gleicht einen Zinkverlust im Alltag aus.
-
Keine Akupunktur füllt Mangan auf.
Naturheilkunde reguliert – aber sie ersetzt keine Substanz.
Ein Bild, das vieles erklärt
Stell dir einen Samen vor.
Er trägt alles in sich, was er braucht, um zu einer kräftigen, gesunden Pflanze zu werden.
Aber was passiert, wenn du diesen Samen auf Beton wirfst?
Nichts.
Er kann noch so viel Licht bekommen, du kannst ihn wässern, behüten –
aber ohne Erde, ohne Nährstoffe, ohne Halt wird er nie aufblühen.
Genauso ist es bei HPU und Kindern:
Wir geben Reize, Impulse, Zuwendung – aber wenn der biochemische Boden fehlt, kann der Organismus nicht stabil reagieren.
Was Kinder mit HPU wirklich brauchen
Wenn du dein Kind dauerhaft stärken möchtest, ist es wichtig, in der richtigen Reihenfolge zu unterstützen:
1. Biochemische Basis schaffen
-
gezielte Nährstofftherapie
-
individuell angepasst, langsam gesteigert, laborgestützt
2. Nervensystemregulation aufbauen
-
durch Hypnose, Atemtechniken, Rituale, ruhige Routinen
-
Stabilität entsteht nicht nur über Verhalten, sondern durch das „Runterfahren“ des inneren Alarms
3. Naturheilkunde gezielt ergänzen
-
Homöopathie, Akupunktur, Pflanzenheilkunde – alle entfalten ihre Wirkung besser, wenn der Organismus nicht im Mangel läuft
Es geht nicht um entweder – oder
Ich halte wenig davon, Therapien gegeneinander auszuspielen.
Ich arbeite selbst weiterhin täglich mit Homöopathie, mit Hypnose, mit naturheilkundlichen Verfahren.
Aber heute weiß ich:
Manchmal braucht der Körper zuerst Substanz – bevor Regulation wieder funktioniert.
Wenn die Zelle nicht versorgt ist, bleibt das System instabil – ganz gleich, wie gut du begleitest. HPU bei Kindern kann erst dann richtig stabil werden!
Typische Anzeichen, dass HPU mit im Spiel sein könnte
Wenn du dich hier wiedererkennst, lohnt es sich, tiefer zu schauen:
-
Dein Kind hat starke emotionale Schwankungen
-
Konzentration fällt trotz Struktur schwer
-
Es schläft unruhig, wacht oft auf, kommt schlecht zur Ruhe
-
Immer wieder Ängste oder Rückzug
-
Die Therapie hilft – aber nur kurzfristig
-
Du hast „gefühlt alles“ ausprobiert – ohne nachhaltige Veränderung
Dann kann es sinnvoll sein, auf HPU zu testen und eine gezielte Aufbaubegleitung zu starten. Nutze den HPU-Fragebogen: auf meiner Seite und bekomme direkt Klarheit!
Was du tun kannst
-
Informiere dich über HPU – am besten bei Expert:innen, die sowohl biochemisch als auch ganzheitlich denken
-
Achte auf laborgestützte Diagnostik (z. B. Urintest, Blutbild)
-
Arbeite nicht gegen, sondern mit dem Körper
-
Füll erst auf – und dann begleite regulierend
Denn erst, wenn die Grundlage stimmt, wird dein Kind beginnen, zur Ruhe zu kommen und all das zeige ich dir im HPU-Kinderkurs!
Mein Fazit
HPU ist kein Modethema. Es ist ein reales, biochemisches Phänomen, das viele Kinder betrifft – und oft unerkannt bleibt.
Wenn du deinem Kind helfen möchtest, langfristig stabil zu werden, beginne beim Fundament.
Erst der richtige Boden lässt dein Kind aufblühen.
Du hast nichts falsch gemacht.
Aber vielleicht hat deinem Kind bisher einfach etwas gefehlt, das du noch nicht kanntest.
Möchtest du tiefer eintauchen?
In meiner Podcastfolge „Warum Homöopathie bei HPU-Kindern nicht reicht – und was wirklich hilft“ erzähle ich dir meine persönliche Geschichte, was ich aus 20 Jahren Praxis gelernt habe – und wie ich heute begleite.
Jetzt reinhören:
[Hier zur Podcastfolge → HPU-Kids-Klartext | Podcast on Spotify
Wenn du diesen Artikel hilfreich fandest, teile ihn gern mit anderen Eltern oder Therapeut:innen.
Je mehr Menschen über HPU Bescheid wissen, desto mehr Kinder können endlich zur Ruhe kommen.
Von Herzen,
Sonja



